Geschichtsliebhaber aus Freienorla

 Heimatforschung und Heimatgeschichte?

Was sind ihre Aufgaben? Wie sehen ihre Perspektiven aus? Beginnen wir mit einer scheinbar ganz simplen Frage, die uns jedoch sofort mitten ins Thema führt: Wer betreibt Heimatforschung und wozu?

Der sogenannte „klassische Heimatforscher“, ich nenne ihn der Unterscheidung wegen etwas vereinfachend mal so, lebte und lebt nicht nur in dem geographisch klar begrenzten Raum, den er erkunden will, sondern steht ihm auch wohlwollend gegenüber, identifiziert sich mit ihm. Kurz: Er erforscht, durchaus mit kritischer Sympathie, eben seine Heimat. Am Ende seiner jahre- oder auch jahrzehntelangen Arbeit erscheint eine mehr oder weniger umfangreiche Ortschronik, von den Anfängen bis zur Gegenwart.Diesem klassischen Heimatforscher geht es dabei freilich um mehr als um reine Wissensvermittlung. Er will seine Heimat selber kennen lernen, ihren Wert aber auch anderen bewusst machen, andere für diese Heimat gewinnen.

Der Geschichts- und Heimatverein Freienorla

Seit 2009 gibt es im Ort den „Geschichts- und Heimatverein Freienorla“. Er besteht aus 34 Mitgliedern, die es sich aus Verbundenheit zur Heimat zum Ziel gesetzt haben, Besonderheiten und Traditionen der Ortschaft zu pflegen, zu bewahren und zu fördern. Der Schwerpunkt der Aktivitäten liegt auf der Pflege des lokalen Brauchtums und der Erforschung und Publizierung der Ortsgeschichte.

Konsumn

So wurde bisher eifrig an der Aufarbeitung der Geschichte der vergangenen Jahrhunderte gearbeitet, Texte, Urkunden, Schriften und Fotos zusammengetragen und in heimatgeschichtlichen Vorträgen auszugsweise dem Ort verbundenen interessierten derzeitigen und ehemaligen Freienorlaer Bürgern vorgestellt.

Unter Einbeziehung Jugendlicher beteiligte sich der Verein 2010 an dem von der Stiftung „Demokratische Jugend“ ins Leben gerufenem Projekt „Zeitensprünge“unter der Thematik

„Der Fabrikstandort Freienorla“.

In gemeinsamer Arbeit von Vereinsmitgliedern, Jugendlichen und ehemaligen Arbeitern des Porzellanwerkes Freienorla als Zeitzeugen wurde eine Dokumentation zu diesem unseren Ort prägenden historischen Abschnitt erstellt.
Diese Dokumentation wurde anlässlich des 6. Thüringer Jugendgeschichtstages im November
2010 im Thüringer Landtag mit dem 1. Preis gewürdigt. Das Besondere, weil nicht mehr alltäglich,
war die Zusammenarbeit mehrerer Generationen.
heimatverein-freienorla
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Im Jahre 2010 bereicherte der Verein das vom Freienorlaer Feuerwehrverein organisierte Sommer- und Brunnenfest
mit einer Ausstellung zum Thema
 
   „50 Jahre Wasserleitungen in Freienorla“
1957 wurde die Wasserversorgung in Freienorla mit der Planung in Angriff genommen. Fertigstellung 1960.
 
Wasserbau